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transpect

Die Firma le-tex publishing GmbH aus Leipzig stellt ihre Basiskonverter für XML-basierende Dateitransformationen unter dem Namen „transpect“ zur Verfügung. Das interessante an „transpect“ ist, dass die Basiskonverter unter einer Opensource-Lizenz veröffentlicht werden, für die der Lizenznehmer keine Lizenzgebühren zu bezahlen hat. Kundenspezifische Anpassungen oder Weiterentwicklungen werden nicht offengelegt, müssen jedoch durch den Kunden finanziert werden. le-tex unterstützt bei der Installation und Anpassung von „transpect“ ebenso wie bei der Integration in bestehende Prozesse. Schulungen und Support vervollständigen das Angebot.

Was ist „transpect?“

„transpect“ ist ein Framework verschiedener Konvertierungsmodule und Bibliotheken, die für spezielle Projekte zusammengestellt werden um Konvertierungen durchzuführen. „transpect“ ermöglicht einen XML-Last-Workflow auf Basis von InDesign-Satzdaten, der am Ende der Prozesskette eine verlagsspezifische XML-Datei sowie ein EPUB liefert. Sollte kein verlagsspezifisches XML gewünscht werden, konvertiert „transpect“ in das standardisierte TEI-XML. Dabei wird die imprimierte Satzdatei als IDML-Datei gespeichert und an den „transpect“-Basiskonverter übergeben, der die Konvertierung in XML und von dort in EPUB erledigt. Der „transpect“-Basiskonverter wird über ein Web-Upload-Interface angesteuert, eine lokale Softwareinstallation ist nicht erforderlich. Die Datenqualität wird über diverse Schematronprüfregeln sichergestellt, die während des Konvertierprozesses ablaufen. Der Anwender erhält das Konvertierergebnis als interaktiven HTML-Prüfreport präsentiert mit Darstellung und Beschreibung der jeweiligen Meldung am Ort des Fehlers im Browser.

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Das Besondere an „transpect“ ist, dass kein XML-Know-How für die Satzerstellung erforderlich ist, da die XML-Datei erst nach der Satzerstellung erzeugt wird (XML-Last). Das Einbinden von bewährten Satzdienstleistern wird dadurch erheblich erleichtert. Damit die Konvertierung von IDML in eine verlagsspezifische (oder TEI) XML-Datei funktioniert, muss der InDesign-Satz streng nach Formatvorlagenkatalog und Regeln erfolgen. Bilder müssen z.B. korrekt im Text verankert sowie Texte in der richtigen Reihenfolge verkettet werden. „Schlampiges“ Arbeiten im Satz gilt nicht! Der Import von Autorendaten (meist Worddokumenten) in InDesign erfolgt mit den etablierten Prozessen und Workflows des Satzdienstleisters.

„transpect“ bietet auch die Möglichkeit, einzelne Werke oder Buchreihen reihenspezifisch zu konvertieren. Für solche Fälle können entsprechend modifizierte Anweisungen oder z.B. CSS-Dateien hinterlegt werden. Um diese dem Werk zuordnen zu können ist die Einhaltung von Namenskonventionen unabdingbar. Über diese werden auch z.B. Abbildungen und Metadaten dem Werk eindeutig zugeordnet.

Merkmale von transpect

Aus Sicht eines Satzdienstleisters bietet „transpect“ folgende Vor- und Nachteile:

(Plus) keine Lizenzkosten

(Plus) keine Softwareabhängigkeit, da Opensource-Lizenz

(Plus) keine Installation, Web-Upload-Interface des Konverters

(Plus) keine XML-Struktur in InDesign, kein XML-Know-how beim Satzdienstleister erforderlich

(Minus) komplexer InDesign-Satz streng nach Formatvorlagenkatalog und Regeln

(Minus) Häufiges Testen und Bereinigen der Fehler in den Satzdaten, damit fehlerfreier Prüfreport bzw. fehlerfreies XML erzeugt wird

(Minus) EPUB-Erstellung beim Dienstleister: enge Abstimmung mit Verlag erforderlich